Viewsability als Produkttivitätsbeschleuniger

Viewsability als Produkttivitätsbeschleuniger

Wie interne Anwendungen von Erfahrungen der Online-Marketingkommunikation profitieren

Die Anbieter externer Websites bescheinigen der Usability höchste Wirksamkeit und setzen hier Prioritäten. Unternehmensinterne Arbeitsplätze werden dagegen häufig stiefmütterlich behandelt.

„Bedienoberflächen müssen eine intuitive Nutzung ermöglichen und sich in die Gesamtkommunikation mit dem Kunden einfügen. Gleiches gilt auch für interne ‚Kunden‘. Auch sie müssen den eigenen Nutzen erkennen und emotional gebunden werden“, sagt Sven Severin, Geschäftsführer der marketing solutions direkt GmbH.

interne Anwendungen

Bild: IdeaGU@shutterstock

Die Messlatte ist damit vorgegeben: Je besser die User Experience ist – auch bei unternehmensinternen Systemen – desto schneller und zielgerichteter kommen die Nutzer mit Softwarelösungen zurecht. Sie müssen weniger Zeit für die Suche nach Informationen (siehe Kasten: Suchen ist teuer) und das Erlernen der Bedienung aufbringen. Zudem steigt die Motivation, mit dem System zu arbeiten.

Viewsability schafft dazu eine Balance aus dem View (Look and Feel, Optik und Haptik) einer Bedienoberfläche (User Interface) und der funktionalen Bedienfreundlichkeit (Usability). Dadurch steigt die Attraktivität der Bedienoberfläche beziehungsweise des ihr zugrundeliegenden Systems.

Übertragung des Konzepts auf interne Anwendungen

Viewsability stellt konsequent den Nutzer ins Zentrum. Doch wo liegt bei internen Anwendungen das Problem? Häufig werden zahlreiche Standard-Lösungen verwendet, die jede ein unterschiedliches Design und eine andere Bedienung mitbringen. Was kann man tun? Viele Anwendungen bringen Weboberflächen mit, die sich individuell und im Sinne der Markenkommunikation anpassen lassen. Wer mehrere solcher Systeme im Einsatz hat, kann hier für eine Harmonisierung der Oberflächen sorgen. Im Idealfall werden die Systeme etwa in einem Intranet zusammengeführt. So gewinnt der Anwender das Gefühl, nur noch in einer zentralen Anwendung zu arbeiten: weniger Medienbrüche – mehr Produktivität.

„Ganz entscheidend ist es, die Nutzerperspektive einzunehmen“, rät Bastian Bilker, Leiter Konzeption und Kreation bei der marketing solutions direkt GmbH. Das bedeutet, die Ausgangslage, die Intentionen und  Erfahrungen der User zu antizipieren und die Bedienelemente und das „Verhalten“ der Systeme im Dialog mit dem Nutzer an bekannte Medien aus dem Alltag des Nutzers anpassen. Aus der Online-Marketingkommunikation lassen sich viele Erfahrungswerte übertragen, was in puncto Design, Usability, Nutzerführung und Markenbildung nötig ist, um erfolgreich zu sein.