Fundament für Echtzeitbusiness

Roadmap SAP S/4 HANA

Der Umstieg auf S/4 HANA beschäftigt SAP-Anwender. Was ist zu tun, bevor sich die neue Plattform mit Echtzeitverarbeitung, neuem User-Interface und vereinfachtem Datenmodell nutzen lässt?

Seit der Vorstellung der Business Suite SAP S/4 HANA beschäftigen sich Nutzer der bisherigen SAP-ERPSysteme mit dem Wechsel zu dem System, um die Vorteile der In-Memory-Technologie nutzen zu können“, erklärt Oliver Stengel, einer der erfahrenen Consultants der business solutions direkt. Der Druck, zu handeln, erhöht sich, da SAP für alle Vorgängersysteme eine Wartungszusage nur bis 2025 gibt. Bis dahin muss der Transfer spätestens vollzogen sein.

„Kunden möchten Sicherheit haben und wissen, mit welchem Aufwand sie bei der Migration zu SAP S/4 HANA rechnen müssen“, so Stengel. Typische Fragen der Anwender sind Folgende: Welche Auswirkungen hat SAP S/4 HANA auf die Prozesslandschaft, was wird aus Eigenentwicklungen, Custom Code und angeschlossenen Systemen? „Um hier einfach und schnell Antworten zu liefern, haben wir drei Pakete geschnürt, mit denen wir die bestehende Systemlandschaft und die Prozesse eingehend betrachten.“

So zeige sich bereits nach einer eintägigen, kostenfreien Mehrwertanalyse, welche Bereiche von einer Umstellung auf S/4 HANA am meisten profitieren. Ein nächster Schritt ist eine Readiness-Analyse, die in der Regel zwei bis vier Tage umfasst und nach der die Berater aufzeigen, welche Schritte vorbereitend zu tätigen sind, um die Systeme für die Transformation fit zu machen (siehe Kasten rechts). In einer Gap-Analyse lässt sich feststellen, welche der heute eingesetzten Funktionen transformiert werden können und wo eine Implementierung neuer Funktionen erforderlich ist.

Der Zeithorizont bis 2025 sei trügerisch, so Stengel, und die Anwender wähnten sich in Sicherheit. Nach seinen Erfahrungen gilt bei der Transformation: Vorausschauendes Handeln zahlt sich aus. Grundsätzlich werden die IT-Landschaft und die darin abgebildeten Prozesse durch die Transformation zu SAP S/4 HANA bereinigt. Jedoch erfordert der Wechsel im Vorwege eine ganzheitliche Betrachtung des bestehenden Systems und der IT-Infrastruktur.

„Der detailliert geplante und strukturierte Umstieg bietet eine Vielzahl von Chancen und schützt vor bösen Überraschungen“, ergänzt er. Man habe die Möglichkeit, Geschäftsprozesse und Datenmodelle zu überdenken sowie zu vereinfachen, die Anwendungs- und IT-Infrastruktur zu optimieren und ein effizientes IT-Service-Management zu etablieren. Kurz: Kunden wechseln dadurch ohne Altlasten in eine neue Systemwelt.


Den Transfer vorbereiten – die Voraussetzungen klären

  1. Ist das bisherige System auf Unicode umgestellt?
  2. Ist das alte System auf das Geschäftspartnermodell umgestellt (Lieferanten, Kunden etc.), über das dann alle heutigen Partner in einer einheitlichen Datenbank enthalten sind?
  3. Sind die vorhandenen FI-Belege transformierbar oder verhindern korrupte Datenkonstellationen einen geplanten Transfer?
  4. Ist der SAP Solution Manager auf dem neuesten Stand und dazu in die Lage versetzt, die nötigen Informationen aus dem System zu ziehen, um die Installationsprozesse zu managen?
  5. Stichwort Archivierung: Welche Daten lassen sich vor einem Wechsel archivieren, um Zeit und Investitionen in Speicher für S/4 HANA zu reduzieren?
  6. Wird Drittsoftware eingesetzt, die nicht kompatibel ist für den Wechsel zu S/4 HANA?
  7. Ist die IT-Landschaft (Hardware, Infrastruktur) vorbereitet?

Hier die Roadmap SAP S/4 HANA zum Download


Dieser Artikel erschien in der direkt informiert 02/2018. Weitere Artikel aus der Ausgabe lesen Sie hier: direkt informiert 02/2018, Schwerpunkt: Sich neu erfinden

Foto: direkt gruppe