IT-Abteilung-der-Zukunft

Interview mit Karsten Kirsch zum Thema IT-Abteilung im digitalen Wandel

„Die Tage der IT, wie wir sie heute kennen, sind gezählt.“

Die Machtverhältnisse ändern sich. Das heißt, Digitale Geschäftsprozesse stellen ihre eigenen Anforderungen an IT-Services. Diese müssen zukünftig sehr viel flexibler und schneller erbracht werden. Also ist es Zeit für die IT-Abteilung, ihre Rolle neu zu definieren. Darum fragte die direkt informiert Karsten Kirsch, geschäftsführender Gesellschafter der direkt gruppe GmbH, worauf es dabei ankommen wird.

Herr Kirsch, warum zählen Sie die IT-Abteilung zu den bedrohten Arten?

Die IT-Abteilung verliert gerade die Hoheit über die IT im Unternehmen. Beschränkungen durch die eigene Infrastruktur, Bereitstellungszeiten von Wochen oder Monaten und Workflows, die an der Unternehmensgrenze enden – das wird den Business-Verantwortlichen nicht mehr reichen.

Was kann die IT-Abteilung im digitalen Wandel für sich selbst tun?

Im Zuge des digitalen Wandels wächst die Bedeutung von IT. Hingegen wächst die Bedeutung der IT-Abteilung nicht automatisch mit. Dafür muss die IT-Abteilung an der eigenen Wandlungsfähigkeit arbeiten: sich öffnen zum einen technologisch für Konzepte wie die Orchestrierung von neuen IT- und Cloud Services, zum anderen aber auch kulturell für neue Formen der Zusammenarbeit mit den Business-Bereichen und auch innerhalb der IT selbst.

Welche Empfehlung geben Sie IT-Abteilungen in dieser Situation?

In Zukunft wird die Rolle des IT-Vermittlers und -Regulators gefragt sein. Solche IT-Abteilungen können zwischen Bedarfen der Business-Bereiche und Angeboten des Marktes vermitteln. Sie können interne und externe Services integrieren und orchestrieren. Aus dieser Position heraus haben IT-Abteilungen gute Chancen, zu überleben – und das Vertrauen der Business-Bereiche auszubauen oder auch zurückzugewinnen.

Vielen Dank für das Gespräch.