Interne-Komunikation

Interview mit Karsten Kirsch zum Thema interne Kommunikation

„Was IT-Organisationen von Start-up-Unternehmen lernen können“

Die Start-up-Szene in Deutschland ist in Bewegung. Vorteile der Neugründungen sind: kurze Time-to-Market, schnelle Entwicklungen und eine enge Verzahnung zwischen den Abteilungen. Karsten Kirsch, geschäftsführender Gesellschafter der direkt gruppe GmbH, erklärt im Interview mit direkt informiert, was klassische Organisationen in Sachen interne Kommunikation von der Start-up-Kultur lernen können.

Herr Kirsch, welche Rolle spielt interne Kommunikation für die Zukunft der Unternehmen?

Unternehmen stehen mehr denn je vor der Herausforderung, Wissen in der Organisation zu halten, Kopfmonopole aufzulösen und den Austausch über Abteilungsgrenzen, ja schon über den Schreibtisch hinweg, zu fördern. Die klassischen Organisationen, die auf Stabilität und Effizienz ausgerichtet sind, stehen dem Informationsfluss hingegen oft im Weg.

Was macht die Start-up-Kultur anders?

Unternehmen mit einer ausgeprägten Start-up-Kultur geben der Vernetzung und dem Know-how-Austausch Vorrang vor anderen Organisationsprinzipien. Sie haben verstanden, dass die Schere immer weiter aufgeht, dass Mitarbeiter verschiedene Bedürfnisse der Kommunikation haben, unterschiedliche Wege nutzen wollen und sich unterschiedlich verhalten.

Gibt es ein Erfolgsrezept für eine gelungene Kommunikationskultur?

Laden Sie Ihre Mitarbeiter ein zu Wissensaustausch und Kommunikation. Schaffen Sie Angebote, die an den Anforderungen und Gewohnheiten Ihrer Mitarbeiter ausgerichtet sind, nicht an den Bedürfnissen Ihrer IT-Abteilung. Und denken Sie nicht nur an Medien wie Portale und Mobility, sondern auch an die Gestaltung von Nutzeroberflächen und den Bedienungskomfort. Der Köder muss dem Fisch schmecken und nicht dem Angler.

Vielen Dank für das Gespräch.