Ideenmanagement Zebra

Ideenmanagement: Erfolg durch Partizipation

Smartidee: Das Entsorgungsunternehmen Zentek setzt auf kreatives Potenzial der Mitarbeiter und ein innovatives Ideenmanagement

Ob in großen oder kleinen Unternehmen: In jedem Mitarbeiter schlummern wertvolle Ideen, wie das Produkt, eine Dienstleistung oder die Firma besser werden können. Der Kölner Entsorgungsdienstleister Zentek schafft es, diesen kreativen Schatz zu verwerten: durch sein internes Vorschlagswesen „Ideenreich“, das auf der webbasierten Lösung smartidee der direkt gruppe basiert. In diesem Artikel erfahren Sie, wie ein professionelles Ideenmanagement in der Praxis ideal umgesetzt werden kann.

Ein typischer Fall: Anfang 2015 entwickelte das Tochterunternehmen Zentek Pool Systems eine IT-Software, die zur Echtzeitverfolgung von Ladungsträgern jeglicher Art verwendet werden kann. So können beispielsweise Handelskunden durch die webbasierte Lösung jederzeit verfolgen, wo sich welche Palette mit Waren innerhalb ihrer Lieferkette gerade befindet. Das IT-System war entwickelt, nur wie sollte die Software heißen, fragten sich die Macher bei Zentek. Bereits im Jahr 2012 hatte Zentek begonnen, die eigene Belegschaft bei Produktinnovationen einzubeziehen. Es musste daher nicht lange überlegt werden: Wir fragen die Mitarbeiter.

Zentek

Zentek ist ein 1995 gegründetes Unternehmen und führender konzernunabhängiger Entsorger in Deutschland. Zentek betreibt für überregional und bundesweit tätige Unternehmen flächendeckende Entsorgungssysteme unter Berücksichtigung der jeweils branchenspezifischen Besonderheiten und Gegebenheiten. www.zentek.de >>

Durch Partizipation zum neuen Namen

Anfang dieses Jahres wurde das so genannte „Ideenreich“ relauncht, und so war schnell die Umfrage nach kreativen Namensvorschlägen aufgesetzt. Eine Prämie setzte noch einen kleinen Anreiz obendrauf, Vorschläge einzureichen. Aus 40 Vorschlägen machte das Zebra das Rennen, aus dem im weiteren Verlauf der Markenname „ZEPRA“ wurde. Gerade Namen aus der Tierwelt sind besonders einprägsam, das hat Apple immer wieder demonstriert. Vor allem die Begründung der prämierten Mitarbeiterin, Rita Purmann, überzeugte: „Es ist eine Kunst, in der Masse der Herde ein einzelnes Tier zu verfolgen.“ Für eine Software, die unter zehntausenden Ladungsträgern jede Lieferung punktgenau identifizieren kann, passte die Assoziation mit dem monochromen Huftier perfekt. Die ersten beiden Buchstaben sind zudem identisch mit denen des Unternehmens. Um die Uniqueness noch zu steigern, wurde noch ein Konsonant ausgetauscht und die Namensfindung war rasch abgeschlossen. Das „ZEPRA“ war gebrandet.

Motivation durch Beteiligung

„Das Beispiel ZEPRA zeigt einmal mehr, welches kreative Potenzial in unseren Mitarbeitern steckt“, erklärt Irene Wohlmannstetter, bei der Zentek verantwortlich für das „Ideenreich“. „Die Namensfindung kann in Produktinnovationsprozessen eine langwierige und dadurch kostspielige Angelegenheit werden. Durch die webbasierte Lösung heben wir den Ideenschatz der Mitarbeiter und alle profitieren. Die Mitarbeiterin erhält nicht nur eine Sachprämie, sondern weiß nun, dass sie diesen nicht unerheblichen Teil des Produkts mitgestaltet hat. Das motiviert ungemein“, so Wohlmannstetter weiter. Gerade in größeren Unternehmen gehen Vorschläge von Mitarbeitern zu Verbesserungen schnell unter, wenn hierfür keine festgelegten Prozesse bestehen. Hierarchien können so Innovationen im Weg stehen.

Ideenmanagement in drei Dimensionen

Bei Zentek hat man das interne Vorschlagwesen aus drei Gründen implementiert, erläutert Geschäftsführer Christoph Ley: „Ein erster Grundgedanke ist, dass die Mitarbeiter Verbesserungen für bestehende Produkte oder betriebliche Prozesse einreichen können. Die hieraus resultierenden Prozessoptimierungen können zu großen Einsparungen führen“, so Ley. Eine zweite Dimension ist erreicht, wenn durch Mitarbeiter-Ideen eigenständige Produkte oder sogar neue Geschäftsmodelle entstehen. Als dritten Punkt rückt der für Innovationen zuständige Geschäftsführer die sozialen und kommunikativen Aspekte in den Mittelpunkt: „Wer mitgestalten kann, ist motivierter und kann sich stärker mit den Zielen des Unternehmens identifizieren.“

In 5 Schritten zur Innovation – eine Erfolgsgeschichte

Wie ein roher Diamant muss die erste Idee mehrere Schritte durchlaufen bis sie zu einem fertigen Produkt geschliffen ist. Wenn der interne Arbeitskreis aus Marketing, Vertrieb, IT und Personalabteilung, der alle 2 Wochen über die Ideenvorschläge berät, eine Idee für gut befindet und im Intranet veröffentlicht, wurde die erste Hürde erfolgreich gemeistert.

Seit der Einführung des „Ideenreichs“ wurden über 200 Ideen eingereicht, wovon mehr als die Hälfte den ersten Schritt von der Rohidee zur so genannten Favoritenidee erreichten. Zehn Prozent der Einreichungen reiften bis zum finalen Schritt eines Produkts oder einer Dienstleistung – ein vergleichsweise hoher Wert. Die Innovationskraft von Zentek wurde mittlerweile prämiert mit dem Siegel als „Top 100 Innovator“ des Deutschen Mittelstandes. Die Geschäftsführung widmete den Preis seinen Mitarbeiter.

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