DevOps

Neue digitale Geschäftsmodelle erfinden – haben die CIOs aufgegeben? (Teil 1)

Unternehmen müssen auf die digitale Herausforderung reagieren und zukunftsfähige und tragfähige Lösungen erarbeiten. Der Artikel behandelt hierzu die zentralen Fragen: Wie kann dies erreicht werden, welche Rolle spielt dabei heute der CIO? Und welche Rolle spielt dabei DevOps?

Gerne möchte ich mit zwei Feststellungen beginnen. Zum einem betrifft dies das Verständnis, wie neue digitale Geschäftsmodelle geschaffen werden, und zum anderen die Rolle des CIO und „DevOps“.

Digitale neue Geschäftsmodelle: Verständnis und Sichtweise

Bei der Suche nach neuen digitalen Geschäftsmodellen geht es nicht darum, wie wir bestehende Geschäftsmodelle in das „Web übertragen“, sondern wie wir unser Denken ändern müssen, damit wir neue Wege erkennen; wie wir grundsätzlich die Fähigkeit entwickeln, zukunftsweisende neue Geschäftsmodelle zu denken.

Bei neuen Geschäftsmodellen geht es also darum, wie wir uns in einer neuen digitalen Welt aufstellen.

Die Rolle des CIO

Der CIO sollte hierbei seine Rolle als Business Enabler und Digital Leader wahrnehmen. Genau das Gegenteil geschieht momentan, wie an den Diskussionen zum Thema Chief DIGITAL Officer (CDO) zu erkennen ist. Wenn es um digitale Innovationen geht, wird lieber eine neue Rolle diskutiert, anstatt dies in der Verantwortung von CIO und CEO zu belassen. Peter Weill (Leiter des MIT Center for Information Systems Research) stellte hierzu die Frage in den Raum, „wie ein CIO die Rolle des Digital Leader für sich einfordern könne, wenn inzwischen nur noch rund 40 % des gesamten Digitalisierungsbudgets unter die Verantwortung der IT Abteilung fällt“.*

Mein Artikel richtet sich an diejenigen, die darum kämpfen, die Rolle des Business Enablers zu ergreifen. Und hierfür ist die erfolgreiche strategische Einführung von DevOps ein entscheidender Hebel. Hat vor zehn bis zwölf Jahren das „Development“ den Weg zum Business Enabler angetreten, so muss nun Operations folgen.

DevOps

Quelle: direkt gruppe

Der CIO muss, je nach Ausgangssituation unterschiedlich gewichtet, mindestens drei Dinge auf den Weg bringen und aktiv gestalten:

  1. Schließen der Lücke zwischen Operations und Development via „DevOps“
  2. Innovationsdenken innerhalb der IT im Sinne des Geschäftsnutzens etablieren
  3. Änderung der Wahrnehmung seiner Tätigkeiten/IT beim CEO herbeiführen.

Die notwendige Voraussetzung, um als Business Enabler innerhalb der IT zu agieren, ist das Schließen der Lücke zwischen Operations und Development. Der Punkt 1 wird deshalb hier näher erläutert, während die Punkte 2 und 3 in einem späteren Beitrag aufgegriffen werden.

Schließen der Lücke zwischen Operations und Development (DevOps)

Die stetige Professionalisierung ließ eine IT-Welt der zwei Geschwindigkeiten entstehen. Der Development-Bereich, hoch agil vom endkundenwirksamen Innovationsdruck geprägt. Operations, um Verfügbarkeit, Sicherheit und Stabilität sicherzustellen, eher langsam und weit entfernt von Kundenwünschen. Insbesondere in Unternehmungen, in denen eine hohe Innovationsrate, Eigenentwicklungen auf Basis von Web-Applications und Real-Time-Applications stattfinden, besteht Handlungsbedarf, um nicht in der Versenkung des austauschbaren IT-Commodity-Lieferanten mit einem dumpfen „Plooob“ zu verschwinden. Operations muss nun ebenfalls aufholen und sich wieder mit dem Development vereinigen.

DevOps gehört deshalb in der Welt der digitalen Disruptionen umso dringender auf die Agenda der CIOs, die nicht von Chief Digital Officern und CEOs auf die Rolle eines Servicemanagers reduziert werden möchten.

Für mehr Informationen rund um das Thema DevOps kontaktieren Sie mich gerne per E-Mail.

*Quelle: Zitat von Peter Weill, entnommen aus dem Meinungsbeitrag von Peter Hinssen mit dem Titel „De meest radicale innovatieve cio’s bollen het gewoon af“ (die innovativsten CIOs geben auf), erschienen in der belgischen Online-Ausgabe von Datanews.be, aus dem Niederländischen übersetzt von Tobias Frydman.

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