DevOps@dg auf der W-JAX 2017 in München

DevOps@dg auf der W-JAX 2017 in München

Vom 6. bis 10. November 2017 fand in München die diesjährige W-JAX-Konferenz für Java, Architektur- und Software-Innovation statt. Bereits in der ersten Keynote am Dienstagvormittag legte Sander Hoogendoorn unter dem Slogan „Don’t do projects!“ eindrucksvoll offen, warum Projekte zur Entwicklung von Software nicht geeignet sind. Als Alternative schlägt er vor, in kleineren Größen zu denken und Continuous Delivery zu adaptieren.

Neue Einstellung zur Softwareentwicklung

Diese neue Einstellung zur Softwareentwicklung zog sich auch durch weitere Vorträge im Track zu „DevOps & Continuous Delivery“. Auch mein Vortrag unter dem Titel „DevOps als Bringschuld der IT und warum das Management den Wandel sabotiert: Uncover your ass“ setzte sich mit der Problematik des Umgangs mit Projekten in etablierten Unternehmen auseinander. Denn Projekte werden häufig ohne Einbeziehung der IT lange und zu groß vorgeplant. Anschließend werden sie wie durch einen Trichter in die IT gefüllt. Die IT Abteilung wird zum Engpass, denn Entwicklung und Betrieb befinden sich vorwiegend in einem reaktiven Modus: Sie kämpfen damit, Projekte in paralleler Bearbeitung zum Abschluss zu bekommen und alle Stakeholder zufrieden zu stellen. Doch genau das Gegenteil wird erreicht.

Fokussierung und Liefertransparenz? Fehlanzeige! Raum für Mitgestaltung und Innovation aus der IT heraus ist in einem solchen reaktiven Modus nicht möglich.

„DevOps als Bringschuld der IT und warum das Management den Wandel sabotiert: Uncover your ass“ – Infos zum Vortrag

Das Management sabotiert mehr, als dass es unterstützt. Ganz nach dem Motto „der Kunde ist König“, versucht jeder Stakeholder, sein Projekt als „Prio 0“ möglichst schnell und möglichst umfangreich zur Umsetzung zu bringen, anstatt sich in eine mit der Gesamtstrategie harmonisierten Reihenfolge einzuordnen.

Mehr zum Inhalt des Vortrags finden Sie im Interview mit JAXenter unter https://jaxenter.de/devops-bizdevops-interview-63968

Während des Vortrags erarbeiteten wir uns anhand von Praxisbeispielen, warum kleine Losgrößen eine Alternative für moderne Softwareentwicklung sind und wie Lean-Startup-Prinzipien („Minimium Viable Product“) bei der Umsetzung unterstützen können. Gemeinsam stellten wir anhand von Praxisbeispielen fest, dass nicht nur Entwicklung und Betrieb umdenken müssen, sondern auch das Business mit einbezogen werden muss.

Die an den Vortrag anschließende Diskussion beschäftigte sich mit der Fragestellung, wie die von DevOps angestrebte Veränderung in Unternehmen angestoßen und getrieben werden kann. Eine Erkenntnis aus dieser Diskussion ist, dass sie Bottom-Up aus Entwicklerteams angestoßen werden sollte.

Hauptthemen auf der W-Jax:

Auf der Konferenz wurden auch viele weitere spannende Themen behandelt. Neben Microservices, Containern und Java 9 gab es auch einen gewitzten und reflektierten Erfahrungsbericht von Torsten Köster zum Wechsel in die Public Cloud und zurück.

Ein krönender Abschluss der Konferenz für mich war der Vortrag von Jez Humble, dem Autor von „Continuous Delivery“, der die Prinzipien für eine continuous-delivery-gerechte Architektur näher beleuchtete und uns versicherte, dass Continuous Delivery auch in hochregulierten Organisationen wie der US-Regierung möglich sei.

Für mich war der Besuch der Konferenz ein besonderes Highlight in diesem Jahr. Es war die erste Gelegenheit vor einem so großen Publikum von Experten vortragen zu dürfen. Neben großen Erwartungen und Nervosität war es eine schöne und spaßige Erfahrung, die von nettem und positiven Feedback umrandet wurde. Ich freue mich schon auf die nächste Konferenz!

Mehr zum Thema „DevOps“ finden Sie auf: devops.direkt-gruppe.de

Hören Sie sich auch den Podcast zum Thema „METRO MAP – WEGE DURCH DIE DEVOPS-KOMPLEXITÄT“ an.