Illustration von Karsten Kirsch zu seinem Kommentar: "Aufbruch kommt von Aufbrechen" in unserem Kundenmagazin "direkt informiert"

Aufbruch kommt von Aufbrechen

Kommentar

In jedem Frühling können wir es beobachten: Krokusse, Narzissen und Tulpen brechen die schützende Erdoberfläche auf und bahnen sich ihren Weg ans Sonnenlicht. Das Wachstum von Unternehmen folgt diesem natürlichen Muster. Immer wieder müssen die Verantwortlichen Bestehendes hinterfragen und neue Strukturen entwickeln, die den Anforderungen der nächsten Entwicklungsphase entsprechen. Das gilt ganz besonders jetzt, angesichts der rasant fortschreitenden Digitalisierung. Silodenken und abgegrenzte Verantwortungsbereiche sind aufzubrechen – auch wenn sie in der Vergangenheit den wirtschaftlichen Erfolg gesichert haben. Zukunftsfähige Prozesse brauchen neue, flexiblere und dennoch sichere Strukturen.

Wir müssen die Beziehungen zwischen Abteilungen genauso neu denken wie zwischen Kunden, Lieferanten und Partnern. Dazu brauchen wir eine veränderte Haltung, die auf Kooperation und gemeinsame Verantwortung für die digitalisierte Welt ausgerichtet ist. Wer nur in den Grenzen der eigenen Organisation denkt, überlässt die Verantwortung für die gemeinsame Zukunft den anderen Marktteilnehmern und verliert eigene Gestaltungsspielräume.

Die Praxis der „schlanken Unternehmen“ in Japan zeigt: Eine grundsätzliche Öffnung der Unternehmensgrenzen für gemeinsames Handeln ist die beste Basis für nachhaltiges Wachstum. Nach diesem Prinzip pflegen wir ein Partnernetzwerk, das wir „kooperierende Intelligenz“ nennen. Und in einer gemeinsamen Initiative mit Kunden erforschen wir das Thema DevOps, um miteinander zu lernen und Lösungen zu finden.

Dabei erleben wir, wie isolierte Positionen bewusst aufbrechen und sich Kooperationspartner auf Augenhöhe treffen. Kunden, die sich mit dieser Einstellung für ihre Umwelt öffnen und erkannt haben, dass ein Miteinander mehr bewirkt als ein „für Jemanden“, werden in Zukunft unsere bevorzugten Partner sein.

 

Karsten Kirsch
Geschäftsführender Gesellschafter
direkt gruppe GmbH


Dieser Kommentar erschien in der direkt informiert 01/2018. Weitere Artikel aus der Ausgabe lesen Sie hier: direkt informiert 01/2018, Schwerpunkt: Aufbruch