Der Arbeitsplatz-der-Zukunft-Erwartungen

Mitarbeiter erwarten eine neue Arbeitswelt

Der digitale Mitarbeiter bringt heute schon seine ganz eigene Dynamik in die sogenannte IT der zwei Geschwindigkeiten. Denn für seine tägliche Arbeit nutzt er die bestehenden Unternehmensanwendungen – und darüber hinaus alle Apps und Services aus dem Netz, die ihm das digitale Leben sonst noch erleichtern. Wir haben mit Karsten Kirsch, geschäftsführender Gesellschafter der direkt gruppe GmbH, über die Sicht des Arbeitnehmers auf den Arbeitsplatz der Zukunft gesprochen.

Herr Kirsch, wie viel Einfluss wird die IT auf den Arbeitsplatz der Zukunft haben?

Für viele Mitarbeiter schwinden die Grenzen zwischen Tools, die sie privat und für ihre Arbeit nutzen. Sie pflegen ihre berufliche To-do-Liste auf dem Smartphone und notieren dort auch gleich private Erledigungen. Mit flexiblen Arbeitsmodellen wird dieser Trend zunehmen, aber auch mit dem Selbstbewusstsein des Arbeitnehmers, seine Arbeitsumgebung selbst zu gestalten. Die IT kann dieses Verhalten gar nicht mehr kontrollieren.

Welche Auswirkungen hat diese Entwicklung für Unternehmen?

Der Mitarbeiter fragt immer seltener „Was ist erlaubt?“, sondern immer öfter „Was ist für mich nützlich und komfortabel?“ Durch die Apps und Services wird der Arbeitnehmer oftmals zufriedener und produktiver. Er macht sich aber auch unabhängiger vom Unternehmen, wenn er beispielsweise auf Xing oder LinkedIn permanent seinen Marktwert ablesen kann und sein Wissen lieber auf seinem privaten Blog teilt als im Intranet mit den eigenen Kollegen.

Was können Unternehmen Ihrer Meinung nach tun?

Mitarbeiter erwarten, dass sich die Arbeitswelt auf ihre Bedürfnisse einstellt. Statt zu kontrollieren und zu verhindern, sollten Unternehmen besser über den Aufbau eigener Marktplätze oder den Bezug von IT-Services „as a Service“ nachdenken. Wer hier lernt, Kontrolle loszulassen, erntet unter Umständen die Loyalität seiner Mitarbeiter.

Vielen Dank für das Gespräch.
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